Der Hof vom Peter
13. Oktober 2006
Trotz fiesem Hangover von gestern im Datscha (!!!!!!!!) sind wir heute noch mit der Elektritschka nach Peterhof gefahren, damit wir auch ja genug von Schlössern und Parks haben. Besonders berühmt ist die Zarenresidenz für ihre grandiosen Fontänen und Wasserkaskaden. Wie gut, dass die vor 5 Tagen abgeschaltet wurden. Wir schlagen gerade noch ein paar Stunden tot und dann gehts zum letzten Mal in den Zug, 13 Stunden nach Riga. Schon ein bisschen traurig.

Datscha!
13. Oktober 2006
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Bernstein Bandmanager
13. Oktober 2006
Ha, was war das für ein Abend gestern! Wir waren im Jimi Hendrix Blues Club, wo Valery & Ex3 einen kleinen feinen Gig hatten. Im Anschluss daran sind wir von der Band als Tourmanager für Deutschland engagiert worden. Wir müssen nun erstens ein Tourauto (Audi) in Frankfurt organisieren, zweitens dort, in Heidelberg und wo es sonst noch geht Konzertorte klar machen und drittes ein gutes Studio organisieren. Nichts leichter als das!
Heute waren wir in Tsarskoje Selo und Haben und das Sommerschloss reingezogen. Trotz strengstem Fotoverbot unter Androhung von 100 Jahren Gulag habe ich ein Bild vom Bernsteinzimmer geschossen. Gotcha!
Jetzt gehts in den Datscha Club, mal schauen ob wir dort auch ne Band unter Vertrag bekommen…

Vodkasaft
11. Oktober 2006
Tja, wetterbedingt haben wir unsere Ausflüge nach Peterhof und Tsarskoje Selo nach hinten verschoben und uns heute erstmal kulturell betätigt und die Heremitage durchforstet. Martin befindet sich auf dem Weg der Besserung, obwohl (oder weil?) er gestern russischen „Wein“ getrunken hat. Mein Tip ist, dass es sich um Traubensaft mit Vodka und einem Kilo Zucker gehandelt hat… Da bleibe ich doch beim bewärten Baltika, da weiß man was man hat.
Bei der Raubtierkapitalisierung Russland ist übrigens definitiv was falsch gelaufen, hier gibts an Autos nur alte Russenböcke und die dicksten BMW und Mercedes Geländewagen, nix dazwischen. Martin findets auch schick hier, nicht alles so klein(!) wie in Moskau… Aber das soll er bei Gelegenheit mal selbst erklären. Macht mal alle einen Sonnentanz für uns! Danke!

Hust Hust Hust
10. Oktober 2006
Ha, jetzt ist es passiert, Martin liegt flach und röchelt vor sich hin. Hat sich unterkühlt oder wars doch der Schock, als er auf dem roten Platz von einem Punker eine neue Freundin geschenkt bekommen hat? (Siehe Foto!) Stephan musste die Tourie-Tour de force allein beenden, aber inzwischen gehts Martin auch schon wieder besser und wir sind nach einer luxuriösen Nachtfahrt incl. Frühstück mit dem St. Petersburg Express ebendort angekommen. Die Stadt ist großartig, aber irgendwie werden wir das Gefuehl nicht los, das es OHNE NIESELREGEN doch noch etwas schöner wäre! Ich bin auf dem Karenina Trip und fühle mich wie Graf Oblonskij persönlich, morgen gehts Stilecht nach Peterhof und auch ein Ausflug zum Bernsteinzimmer ist geplant. Wir lassen Euch wissen wie es war, bis dahin ist aber erst mal chillen und Rührei angesagt.
Nastrovje und herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag lieber Schorsch!

Neues aus dem Land der Pornostiefel
9. Oktober 2006
Unser erster Tag in Moskau bei Andrew, einer marshallesischen Bekanntschaft von Martin, war sehr relaxt. Abend gabs eine nette Party mit selbstgesammelten Pilzen und ganz entzückender russischer Hausmusik mit Gitarre und Gesang. Heute haben wir den ersten Teil des touristischen Pflichtprogramms absolviert, einmal rund um Kremel, Basiliuskathedrale, GUM usw.. Wir haben die Herren Lenin und Putin fotographiert und WENN UNS IRGENDWANN AUF DIESER REISE EINE SCHNELLE INTERNETVERBINDUNG UNTERKOMMEN WÜRDE, HÄTTEN WIR DIESE BILDER AUCH SCHON LÄNGST MAL WIEDER GEPOSTET!!! Martin bekommt die Stalinehrenmedaille für tapferes Sightseeing trotz böse verschleimten Hustens.
4 Jahreszeiten…
8. Oktober 2006
Warum ins Bolschoi gehen, wenns Vivaldi auch in der U-Bahn gibt??
Our Blair Witch Project..
3. Oktober 2006
Für unseren Ausflug nach Olkhon Island haben wir uns mit Ladykiller Stephen aus New Hampshire und Benedicte aka Babette aus Paris zu einer kleinen Reisegruppe zusammengefunden. Nach 6 Stunden Autofahrt mit unserem Fahrer Valerij und dem Übersetzen mit der Fähre lagen 3 traumhafte Tage vor uns. Die Insel im Baikalsee ist autonomes Burjatengebiet und ein Zentrum des Schamanismus. Überall Opferplätze, Stofffetzen in den Bäumen, kleine Steinpyramiden und Geisterpfähle in der Landschaft. Wir sind fest entschlossen, irgendwann einmal zurückzukehren um einen Horrorfilm über russische Organdiebe im Blairwitch Project Style zu drehen, das Drehbuch ist schon in Arbeit…
Ansonsten war Mountainbiking, eine Jeepexkursion in den Norden und pfadfindermässige Lagerfeuerromantik angesagt. An dieser Stelle die besten Grüsse an die liebreizende Susanne, die fabelhafte Mareike und die bezaubernde Janine. Passt auf euch auf und hütet euch vor gefährlichen Kühen, unbekannten Gers und abenteuerlichen Flussüberquerungen.
Bald gehts in den Zug nach Moskau, also 3 Tage Funkstille für Euch und eine Menge Vodka für uns! Bis bald!
Wir haben es getan!
29. September 2006
Da uns der Sparfuchs geritten hat (und es auch keine Alternative mehr gab) haben wir für unseren längsten Streckenabschnitt einen lauschigen 40 Jahre alten Zug gewählt, der bescheidene 84 Stunden nach Moskau unterwegs ist. Und damits auch Spaß macht, fahren wir Platzkartny (das heißt so auf russisch!), also 3. Klasse, im 54 Personen Großraumschlafwagen. Johannes, Du kannst stolz auf uns sein. Wir freuen uns schon wie Bolle auf Kinder auf ihren Töpfchen und betrunkene Soldaten aus Tschetschenien.
Eine weitere wichtige Nachricht: Pünktlich in Russland ist endlich Anna Karenina aufgetaucht. Auf Seite 99!

Sibirien!
28. September 2006
Endlich Sibirien! Aber erstmal noch die Kurzzusammenfassung unserer letzten Tage in der Mongolei: Es kommt immer anders als gewollt! Eigentlich wollten wir nur einen Aussichtspunkt aufm Berg besuchen um uns ein letztes mal Ulan Bator von oben anzusehen, doch leider hatte diese Idee auch der tchechische Präsident, und so durften wir diesem Staatsbesuch von globaler Bedeutung beiwohnen. Danach haben wir noch den Olympiastützpunkt der berühmten mongolischen Eisschnellläufer entdeckt und ihnen beim Training zugeschaut. Abends noch ein Bierchen im Khanbräu-Biergarten und am nächsten Tag gings dann wieder 30 Stunden in den Zug. Phänomenale Aussichten auf die mongolische Steppe, 4 Stunden Grenzstress, aufgelockert durch die artistische Einlage einer sportlichen russischen Zollbeamtin, die auf der Suche nach Schmuggelware durch unser Abteil turnte. Dann Sibirien pur, Holzhäuser statt Jurten und der BAIKALSEE. Abends haben wir uns noch mit jungen Russen sozialisiert, die, wie es sich gehört, nichts anderes machen, als auf den öffentlichen Plätzen rumzuhängen, zu saufen und sich zu prügeln. Und die Polizei schaut amüsiert zu. Toll. Heute haben wir ein nettes Bettchen in einem Backpacker Hostel gefunden und morgen gehts nach Olkhon-Island. (Martin: Häh, was? Vollkorn-Island?) Bald mehr!






